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16.06.2009

Wahlkarten

Die Grünen haben überdurchschnittlich viele Stimmen von Wahlkartenwählern erhalten - wie bei anderen Wahlen auch. FPÖ und BZÖ waren beide im Vergleich zur "normalen" Wahl teils weit unter ihrem Schnitt. Legitimer Schluß: Menschen, denen die Ausübung ihres demokratischen Grundrechts wirklich wichtig ist, wählen bevorzugt Parteien aus dem Zentrum und links davon. Oder, provokant: Wer ein Demokrat ist, lässt Mölzer, Stadler, Strache und Co. rechts liegen.

02.06.2009

Wahlbefehl / Call to Vote

Wer nicht zur EU-Wahl geht, hat für 5 Jahre das Recht verspielt, sich über die "undemokratische" EU und die "mangelnde Mitbestimmung" und sonstige populistischen Unterstellungen aufzuregen.

Whoever doesn't vote in the upcoming elections for the European Parliament has lost the right to complain about a "lack of democracy" or "lack of co-determination" and similar populistic resentments for the next 5 years.

11.05.2009

Wahlkabine.at

Die netten Leute von wahlkabine.at bescheinigen mir 236 Übereinstimmungspunkte mit den Grünen, 195 mit den mir bis dato unbekannten JuLis, 145 mit der KPÖ, 36 mit der SPÖ und 7 mit der ÖVP. Danach wird es düster - HPM kommt auf -23, die FPÖ auf -90 und die Bienenzüchter gar auf -136. Hach, was soll ich nur wählen....

16.03.2009

Culture Beat

Nein, nicht die, die 1993 "Mr. Vain" rausgebracht haben.
Sondern unser Mosaic-Projekt "Culture Beat" - die Planung hat begonnen. Worum gehts? Verschiedene Kulturen in einer Stadt, deren Hintergründe, Reibungspunkte, Gemeinsamkeiten, und natürlich um eine gehörige Portion ASK, experiental learning, CISV, etc...

11.03.2009

Gewikit

Heute hab ich gewikit. Nicht zum ersten Mal, eigentlich tu ich es schon seit Jahren. Nur habe ich es heute zum ersten Mal so bezeichnet. Ist das ein Wort?

wiken: Verb (transitiv, unregelmäßig im PP)
ich wike, du wikst, sie wikt
Prät: wikte
PP: gewikit

Ich warte auf eine löbliche Erwähnung im Duden!

25.01.2009

Obama, oida!

Gut, ich gebs zu, die Überschrift ist geklaut. Jemand im Standard.at-Forum war schneller.

Jetzt ist er also da, Obama, vierundvierzigster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, und abgesehen von den "realpolitischen" Aufgaben (Wirtschaft, Umwelt, Kriege, Konflikte) wird er auch vor der Herausforderung stehen, eben diese Staaten (und vor allem die Menschen in ihnen) wieder etwas mehr zu vereinigen.

Über all seine Pläne, die Erwartungen, die Herausforderungen, die Probleme und seine Politik ist ja schon genug geschrieben worden; drum soll da mein Senf mal aussen vor bleiben. Aber eins möchte ich schon heute anmerken: wenn er dann (hoffentlich) am 20. 1. 2017 in Präsidialpension geht, dann denke ich werden wir alle ein Stück Geschichte und (hoffentlich) eine Wende zum Besseren miterlebt haben - allen Unkenrufen zum Trotz.

18.09.2008

Wählbefehl

Dies ist ein Wählbefehl. Wer am 28. September nicht wählen geht, hat für 4 Jahre das Recht verwirkt, sich über "die Politik" im Allgemeinen oder "den/die Politiker/in" im Speziellen zu beschweren.
Zur Erinnerung:

15.01.2008

So schmeckt der Winter

Ok, in 2 Monaten kräht kein Hahn mehr nach Frau Dr. Winter (FPÖ), die im grazer Wahlkampf derart ausfallend über den Religionsgründer des islamischen Glaubens hergefallen ist. Viel schockierender als diese maßlose Dummheit (deren Folgen hoffentlich nicht allzu schlimm sein werden - vermutlich sind die Betroffenen vernünftiger als Frau Winter) ist, mit welcher Selbstverständlichkeit das blaubraune Klüngel sich diese Aussagen aneignet, wiederholt und rechtfertigt.

Eine Diskussion über die Vermischung unserer Alltagskulturen ist sicher angebracht - unter der Voraussetzung, diese als gegeben zu akzeptieren, und im gegenseitigen Respekt und mit Rücksicht auf die Bedürfnisse aller damit umzugehen. Interkultureller Dialog passiert nicht mehr in Projekten, Konferenzen, politischen Treffen, in Vereinen und zwischen Interessensgruppen. Interkultureller Dialog passiert vor unserer Haustür, und wir lernen besser, damit umzugehen und ihn zu meistern; denn in einer Welt, die immer kleiner wird und immer weiter zusammenwächst wird dieser Dialog zum Überlebenskriterium für das Individuum.

Insofern besteht ja vielleicht noch Hoffnung für das dritte Lager - in ein paar Jahrzehnten hat es sich entweder wegevolutioniert, oder dazugelernt. Ich tendiere ja zu ersterer Möglichkeit...

15.11.2007

¿Por que no te callas?

Man mag von Aznar halten was man will, desgleichen von König Juan Carlos, aber Herr Chavez hat es verdient dass ihm mal jemand "über die Goschn" fährt. Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen, und auch wenn der Linksruck in den südamerikanischen Staaten sicher eine gute Entwicklung ist, so herrschen dort doch viel mehr "diktatorische" Verhältnisse (wie oft wurde in der letzten Zeit eine Verfassung geändert, um Wiederwahlen zu ermöglichen?). Kritik an Personen in der politischen Öffentlichkeit ist angebracht, doch ein Dialog ist immer nur dort möglich, wo auch gegenseitiger Respekt vorhanden ist.

Vielleicht vermissen es Politiker ja, dass ihnen hin und wieder mal jemand sagt "Halt einfach die Goschn!"... fehlender Realitätsbezug in einer Welt der Diplomatie, wo alles nur mit dem Samthandschuh angefasst wird? - Insofern ist es noch beachtlicher, dass der spanische König die cojones hatte, auf die Äusserungen Chavez' mit undiplomatischer Gegenrede zu antworten.

Generell (hört mir zu!) wäre es mal wieder Zeit, sich den Nuhr in Erinnerung zu rufen:
"Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal Fresse halten."